Kontakt

Gymnasium Neufeld

Bremgartenstrasse 133

3012 Bern

 

T: 031 635 30 01

F: 031 635 30 24

E: gymanti spam bot@gymneufeldanti spam bot.ch

 

   

Angebote

Mensa

 
 

Konflikte mit der Wasserversorgung

Ein Beispiel, wo die Renaturierungspläne Komplikationen mit Wasserpumpwerken mit sich bringen, ist das Gebiet Selhofen-Zopfen. Dort wird bekanntlich die Aare um bis zu 250 Meter verbreitert, was auch eine Verlegung des Giesselaufs in nähere Umgebung des Zubringerpumpwerks (ZPW) 1 (siehe Bild) der Wasserversorgung Köniz zur Folge hat. Um eine gute Wasserqualität auch in Zukunft sicherzustellen, wird die Giesse im Bereich der Grundwasserschutzzone 2 gegen unten wasserundurchlässig abgedichtet. Eine solche Abdichtungsschicht wird entweder Lehm oder eine Plastikfolie sein, wobei die Lehmschicht bevorzugt wird.

 
Ein Zubringerpumpwerk der Gemeinde Köniz im Gebiet Selhofen-Zopfen (Quelle: www.aarewasser.ch)
 

 

 

Eine weitere Beeinträchtigung der Wasserqualität des im ZPW 1 geförderten Wassers stellt die Tatsache dar, dass auch das Aarewasser künftig die Trinkwasserschutzzone 2 erreicht. Da es sich aber um ein sehr grosses Gebiet handelt und versickerungshemmende Massnahmen zu aufwändig wären, wird nichts gegen die Versickerung unternommen. Möglicherweise wird man die Schutzzone 2 näher zum ZPW  verschieben, weil der Grundwasserstrom sowieso aus der Richtung des Flughafens kommt und weniger Wasser direkt von der Aare her zum Pumpwerk gelangt.

 

Eine Stilllegung des ZPW - auch derjenigen in der Wehrliau am rechten Aareufer - kommt nicht in Frage, weil so etwa 10'000 (mit den Wehrliau-Pumpwerken 32'320) Kubikmeter Wasser pro Tag fehlen würden, die man anderswo kompensieren müsste. Dies bedeutete, dass an einem anderen Standort ein neues Pumpwerk gebaut werden müsste. Da dies in der Region Bern nicht mehr möglich ist, weil bereits alle qalitativ hohen Wasservorkommen fast vollumfänglich genutzt werden, müsste man solche im Seeland oder im Oberland errichten, was mit sehr grossem - vor allem finanziellem - Aufwand verrbunden wäre. Zu einer Investition im dreistelligen Millionenbereich würde sich der Kanton aber wohl nicht bereiterklären, wenn es auch wesentlich günstiger machbar ist.